Monatsarchiv: März 2014

Politische Gewalt und geistige Brandstiftung

Während überall „Nie wieder“ und „Wehret den Anfängen“ zu hören ist, erfolgt der tatsächliche Angriff auf Freiheit und Demokratie vor aller Augen, aber unter unerwarteten Vorzeichen.

Die PR-Abteilungen der Deutschen Verlagsanstalt (DVA), als Verlegerin von Sarazzins neuestem Buch, hätte eine bessere PR-Aktion kaum abfeiern können. Als nämlich am vergangenen Sonntag eine öffentliche Diskussion über und mit Sarazzin zu seinem neuestem Buch stattfinden sollte, wurde genau dies von teils gewaltbereiten Demonstranten verhindert. Einen sehr lesenswerten und mit Links auf die Berichterstattung der Lokalpresse versehenen Artikel dazu finden Sie hier.

Während in den einschlägigen Feuilletons nach Kräften gewitzelt wird, dass doch die Tatsache der schieren Existenz des Buchs, die Generalthese vom Tugendterror widerlege, konnte diese Bestätigung kaum eindrucksvoller ausfallen. Man muss aber nicht nach Berlin, um Zeuge politischer Gewalt zu werden, und manchmal sogar Opfer. Am 25.2 wurde ich nämlich von 3-4 vermummten Angreifern niedergeschlagen und verletzt. Die untersuchende Ärztin sprach davon, dass vermutlich ein länglicher Gegenstand zum Einsatz kam, das heißt, es handelte sich sogar um einen bewaffneten Angriff – zu den Folgen hier ein Bild. Die Frankfurter Rundschau nennt so etwas verharmlosend dann eine Prügelei im Gallus. Sehr viel zutreffender sind da schon die Darstellungen auf den Seiten der Freien Wähler Frankfurt Erneut linksextreme Gewalt gegen Versammlungsfreiheit und Die liberale Gesellschaft und ihr Ende sowie Blu-News Angriff auf bürgerliche Veranstaltung.

Zu ergänzen ist noch, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang mit der Projektwerkstatt gibt, denn in dem vor Ort verteilten Flugblatt wird explizit auf die Projektwerkstatt und meine Person Bezug genommen. Der Zusammenhang mit der Verleumdungskampagne in Karben, dem Aktionsbündnis und seinen antifaschistischen Freunden ist daher unübersehbar.

Bei Sezession.de habe ich zu den weiterführenden Implikationen dieser politischen Gewalt Stellung genommen. Vor allem die geistige Brandstiftung durch vermeintlich bürgerliche Parteien und Politiker scheint mir entscheidend. Denn ihr lautes Schweigen ist es, das der linken Gewalt immer weniger entgegensetzt, den Anstand in der Politik und objektive Wertmaßstäbe immer mehr verschwinden lässt. Dass linke Kräfte mit Antifaschisten paktieren, ist zwar nicht entschuldbar, aber erklärbar. Aber wenn Bürgerliche das auch tun, fehlt das politische und gesellschaftliche Korrektiv und das Abgleiten in immer autoritärere Verhältnisse scheint vorprogrammiert. Der antitotalitäre Konsens erodiert immer mehr

Haben Sie sich schon einmal gewundert, dass es in aller Regel Roger Köppel eingeflogen werden muss, wann immer es zu einem kontroversen Thema mal so etwas wie eine echte Gegenstimme gegen die links-grüne Meinungshegemonie gebraucht wird? Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist: dass die CDU bzw. ihre führenden Vertreter das inhaltlich nicht durchdringen oder, ob sie bloß zu feige sind, es auszusprechen.

Jedenfalls bedarf es – wie immer beim Aufflammen politischer Gewalt, egal von welcher Seite – entschiedener Gegenwehr aller Demokraten und eines Weckrufs an diejenigen, welche die Zeichen der Zeit noch immer zu übersehen vermögen. Hier finden Sie das entsprechende Flugblatt der Projektwerkstatt.

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